Bevor eine Bewerbung geschrieben wird, sollten angehende Bewerber unbedingt Informationen über ihren zukünftigen Arbeitgeber einholen. Nicht selten liefern Stellenanzeigen eher Fragen als Antworten. Da wird schon einmal gefordert, dass der Bewerber „aussagekräftige Bewerbungen“ einreichen und „einschlägige Erfahrungen“ vorweisen soll. Doch was genau sich hinter solchen Formulierungen verbirgt, bleibt oft vorerst unklar. In solchen Fällen ist es ratsam den Kontakt zum Stellenanbieter zu suchen, um weitere Hinweise auf die geforderten Angaben zu erhalten.
Sind alle wesentlichen Informationen zusammengetragen und die Bewerbung verfasst, so sollte diese nach dem „Vier-Augen-Prinzip“ von einer anderen Person auf Rechtschreibung und Grammatik überprüft werden. Selbst gestandene Profis entwickeln gegenüber ihren eigenen Texten eine Art Blindheit. Vergessen Sie nicht, dass etwas, was sich für den Verfasser gut anhört nicht immer richtig sein muss. Überlegen Sie, wer Sie unterstützen könnte. Auch im Internet sind viele gute Quellen zur Rechtschreibung und Grammatik zu finden. Der Wortschatz der Universität Leipzig und die Online-Gratisversion des Pons aus dem Klett-Verlag sind hierbei empfehlenswert.
Sofern nicht ausdrücklich anders angefordert, sollten Sie niemals die Originale Ihrer Zeugnisse versenden. Achten Sie darauf, dass Sie gute bis sehr gute Kopien ihrer Arbeits- und Ausbildungszeugnisse anfertigen, bzw. anfertigen lassen.
Bevor Sie Ihre Unterlagen versenden, kontrollieren Sie alles auf Vollständigkeit. Überprüfen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen lieber zweimal, ob Sie auch alle verlangten Dokumente enthalten. Somit können Sie unnötige Rückfragen vermeiden. Wichtig ist neben der Vollständigkeit Ihrer Unterlagen die richtige Reihenfolge. In der Regel ist eine Bewerbung wie folgt aufzubauen: Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, Anlagenverzeichnis, Arbeitszeugnisse, Ausbildungszeugnisse, weitere Unterlagen.
Sofern Sie sich nicht auf eine Stelle als Kreativdirektor einer Werbeagentur bewerben, sollten Sie bei dem Format Ihrer Bewerbung kein Risiko eingehen und dieses im Format DIN A4 einreichen. Überprüfen Sie den Namen und die Adresse, die bei der Stellenanzeige als Kontakt genannt wurden. Vergewissern Sie sich, dass Sie den Umschlag korrekt frankiert haben.
„Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“ – dies gilt umso mehr für Bewerbungsfotos. Nehmen Sie keine Urlaubsschnappschüsse oder Partyfotos. Auch hier lohnt es sich, nicht am falschen Ende zu sparen. Ein Foto von einem professionellen Fotografen muss nicht die Welt kosten und kann Ihre Bewerbung erheblich aufwerten. Auch die Qualität des Abzugs, bzw. des Fotodrucks ist zu beachten. Was nützt das schönste Bild, wenn es auf dem heimischen Tintenstrahldrucker ausgedruckt wurde und Ihre Augen nicht mehr von Ihren Augenbrauen zu unterscheiden sind?
Immer mehr Stellenanbieter fordern die Bewerber dazu auf, ihre Bewerbung per E-Mail einzureichen. Zwar unterscheiden sich Bewerbungen per E-Mail nicht grundsätzlich von postalisch versandten Bewerbungen, doch gibt es auch hierbei einige wichtige Besonderheiten. Die Empfänger Ihrer E-Mail-Bewerbung erhalten sehr viele, teilweise hunderte Bewerbungen. Stellen Sie sicher, dass der Betreff Ihrer E-Mail aussagekräftig ist und sich eindeutig auf die ausgeschriebene Stelle bezieht. Wenn eine Kennziffer angegeben ist, so verwenden Sie diese unbedingt in der Betreffzeile. Die E-Mail hat zwar nicht die Funktion des Anschreibens, doch gelten auch hier die üblichen Höflichkeitsregeln einer Bewerbung. Sprechen Sie daher den Empfänger direkt an (Sehr geehrte/r Herr/Frau Empfänger). Viele Bewerber vergessen, auch in der E-Mail ihre Kontaktdaten wie z.B. die Postadresse und die Telefonnummer anzugeben. Oft wird davon ausgegangen, dass Sie die geforderten Unterlagen als Anhang zur E-Mail verschicken. Hierzu müssen Sie diese digitalisieren, was Sie in der Regel mit einem handelsüblichen Scanner tun können. Sollten Sie über keinen Scanner verfügen, können Sie Ihre Unterlagen auch in einem Copy-Shop einscannen lassen. Wichtig ist hierbei eine gute Qualität, da Ihre Unterlagen oft ausgedruckt werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die gesamte Datenmenge Ihrer Bewerbung 4 MB nicht überschreitet, da viele E-Mail-Konten eine Größenbeschränkung haben. Achten Sie unbedingt darauf, dass sich Ihre Unterlagen auch tatsächlich im Anhang der E-Mail befinden. Es kommt leider oft vor, dass E-Mails ohne Anhang versendet werden, was kein sonderlich gutes Licht auf den Absender wirft.
Immer mehr Arbeitgeber bieten wie die plan b. personal gmbh auf ihren Webseiten Online-Formulare an, mit deren Hilfe man sich bewerben kann. Stellen Sie sicher, dass Sie das Formular vollständig ausgefüllt haben. Überprüfen Sie alle Angaben auf Richtigkeit, denn oft schleichen sich Tippfehler ein. Bei unserem Online-Formular können Sie Dateien wie z.B. das Bewerbungsanschreiben und den Lebenslauf an die Online-Bewerbung anhängen. Kontrollieren Sie, ob Sie die richtigen Dateien ausgewählt haben.